WiderstandsChronologie 17. Feber bis 16. März 2025
Willkommen bei der WiderstandsChronologie, dem akustischen Rückblick auf Kundgebungen und Demonstrationen der letzten Wochen.
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20. Feber 2025: Donnerstagsdemo für Kunst-und-Kulturperspektiven für eine neue Regierung
Obwohl die Regierungsverhandlungen zwischen FPÖ und ÖVP bereits gescheitert waren, fanden im Feber noch zwei Donnerstagsdemos des Do3-Kollektivs statt, die bereits vorbereitet waren. Rund 40 Personen beteiligen sich an Donnerstagsdemo zum Thema Kunst-und-Kulturperspektiven für die nächste Regierung am Ballhausplatz in Wien.
[Redenausschnitte]
Aufnahme der Reden: ⇒https://cba.media/698250
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21. Feber 2025: Antifaschist*innen gegen Aufmarsch Rechtsextremer
Auf einer autonomen antifaschistischen Kundgebung in der Schauflergasse, einer Kundgebung der „Offensive gegen Rechts“ in der Herrengasse sowie einer Kundgebung der „Antifa Jugend Wien“ am Petersplatz wurde gegen eine rechtsextreme Demonstration vom Michaelerplatz zum Stephansplatz protestiert, bei der 300–400 Rechtsextreme die Opfer des islamistischen Anschlags in Villach für eine Remigrationsdemo instrumentalisierten.
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23. Feber 2025: Demo der freien syrischen Gemeinde Österreichs gegen Terrorismus – Solidarität mit Terroropfer von Villach
220–260 Personen beteiligten sich am 23. Feber 2025 auf der Mariahilfer Straße in Wien an einer Demonstration der freien syrischen Gemeinde Österreichs gegen Terrorismus – in Solidarität mit den Familien der Opfer des islamistischen Terrors in Villach.
[Redenausschnitte]
Die deutschsprachigen Reden zum Nachhören: ⇒ https://cba.media/698353
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27. Feber 2025: Opernballdemos
Nur rund Rund 12 Personen beteiligen sich an der Opernballdemo des Do.3-Kollektivs vom Ballhausplatz zum Helmut-Zilk-Platz (hinter der Oper).
[Redenausschnitt]
An der Opernballdemo von KJÖ und KSV vom Keplerplatz bis kurz vor der Oper beteiligten sich rund 300–350 Personen. Bei dieser Demo wurde neben antikapitalistischen Parolen auch immer wieder „Freiheit für Palästina“ und vereinzelt „Intifada“ gerufen.
Beim „Punsch The Rich“-Standl von „Links“ neben dem bei Opernballbesucher*innen beliebten Würstelstand bei der Albertina hingen zeitweise bis zu 120 Personen herum.
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3. März 2025: Proteste bei Angelobung der ÖVP-SPÖ-NEOS-Regierung
100–120 Personen standen am 3. März 2025 während der Angelobung der ÖVP-SPÖ-NEOS-Regierung am Ballhausplatz, demonstrierten fur Neutralität, Abrüstung, gegen Sky Shield oder schauten einfach nur. Mittendrin auch Rechte, die prinzipiell gegen Regierung ohne Kickl waren.
Die Versammlung war von einer Person aus dem Kreis von Rüstungsgegner*innen angezeigt und laut Auskunft von Demonstrant*innen von der Polizei nur eine Stunde vor Beginn untersagt worden. Unter der Bedingung, dass keine Parolen gerufen werden, habe die Polizei aber versprochen, nicht gegen die Demonstrant*innen vorzugehen, so die informierten Demonstrant*innen. Nachdem einzelne Kommunist*innen begonnen hatten, Parolen zu rufen, kam Polizei näher. Weiter abseits führte die Polizei Identitätsfeststellungen bei weggehenden Demonstrant*innen durch. Nach dem Ende der Versammlung, während des Abbaus der Tonanlage, wurde eine weitere Person beamtshandelt.
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Da ich mich beim Beobachten der letzten Amtshandlung ohne Zutun anderer durch ungeschicktes Umkippen auf der Wiese verletzt habe, kann ich von den Aktivitäten der nächsten Tage nur vom Hörensagen berichten.
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7. März 2025: March für Science
Auf der ganzen Welt, insbesondere in Washington DC, aber auch in Wien, erhoben am 7. März 2025 Wissenschaftler*innen auf Marches for Science ihre Stimmen für eine freie Wissenschaft.
In Wien demonstrierten hunderte Menschen von der Uni Wien in den Sigmund-Freud-Park.
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7. März 2025: Proteste gegen Akademikerball deutschnationer Burschenschaften
Hunderte Menschen beteiligten sich am 7. März 2025 an einer Demonstration der Offensive gegen rechts gegen den von der Wiener FPÖ ausgerichteten Akadamikerball deutschnationaler Burschenschaften von der Uni Wien zum Stephansplatz. Am Ende der Demonstration kam es zu Festnahmen. Angeblich soll von einigen Personen versucht worden sein, nach dem Abschlussort der Demonstration weiterzuziehen.
Genauere Angaben, wie etwa eine genaue Teilnehmer*innenzahl, kann ich leider nicht machen, da ich verletzungsbedingt nicht hinfahren konnte.
Auf der Demonstration der Offensive gegen rechts sprach unter anderen Axel Magnus. Danke an Eva von Radio Widerhall für die Aufnahme.
[Redenausschnitt]
Da schon im Vorfeld der Demonstration der Offensive gegen rechts absehbar war, dass sich dort auch antizionistische Gruppen mit antiisraelischen Inhalten beteiligen würden, nahmen antisemitismuskritische Gruppen nicht an dieser Demonstration teil.
Die kamen teilweise, wie etwa die Jüdischen Österreichischen Hochschüler*innen, zur Kundgebung mit dem Titel „Alles Walzer für Demokratie und Menschenrechte!“ am Michaelerplatz.
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8. März 2025: Beendigung einer monatelangen Hausbesetzung
Von vielen unbemerkt hatte eine „Gruppe liebenswürdiger Engel“, wie sie sich in einer Aussendung selbst bezeichnete, seit Anfang 2024 ein Haus in der Gumpendorfer Straße 63e besetzt und bewohnt. Jetzt wurde von den Hauseinentümer*innen eine Versteigerung eingeleitet. Die Besetzer*innen bzw. Bewohner*innen mussten das Haus am 8. März verlassen. Aus diesem Anlass luden sie zu einem Brunch gegen Spekulation und Gentrifizierung ein. Und zum ersten Mal wurden Transparente aufgehängt.
In einer unter anderem auf Emrawi veröffentlichten Erklärung schrieben sie:
„Wir haben uns also, wenn auch nur für ein Jahr, selbst befreit.
Und wir werden es auch wieder tun, da diese Lebensfreude, die wir fast vergessen hatten, unsere Herzen ergriffen hat.
Damit sei gesagt: es ist möglich!
In Wien stehen sehr viele Häuser seit Jahren leer. Häuser besetzen ist nicht illegal!
Wenn ihr die Mittel und Möglichkeiten habt: Ergreift die Gelegenheit!
Lasst es uns gemeinsam und in gegenseitiger Unterstützung tun!
Tun wir uns den Gefallen und LEBEN UNSER LEBEN“
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8. März 2025: Feministische 8.-März-Demonstrationen
Tausende Personen, darunter auch ein ganzer Palästina-Block, beteiligten sich am 8. März an der feministischen Demo des „Bündnisses 8M“ vom Sigmund-Freud-Park zum Yppenplatz. Genauere Angaben kann ich wegen verletzungsbedingter Abwesenheit auch hier nicht machen. Aufgerufen wurde unter anderem mit dem Slogan „Von Palästina über Iran bis Kongo und Sudan – unser Feminismus ist international, antikolonial und antiimperialistisch!“ Es gab auch einen eigenen Palästina-Block.
Deswegen und nachdem im vergangenen Jahr an der damaligen Take-back-the-Streets-Demo ein Block antiisraelischer Demonstrant*innen Teilnehmer*innen eines Blocks gegen Antisemitismus angegriffen hatte, fühlten sich antisemitismuskritiche antifaschistische Feminist*innen bei der Demo des Bündnisses 8M gelinde gesagt nicht eingeladen.
Unter anderem daher organisierten antisemitismuskritische linksradikale und antifaschistische Feminist*innen für den 8. März heuer eine „Feminism Unlimited“-Demonstration, die am Abend vom Ceja-Stojka-Platz loszog. Feminism Unlimited betonte, dass es bei ihnen keinen Platz für Antisemitismus, Rassismus, Transfeindlichkeit und autoritäres Verhalten gebe. „Die Erfahrungen am letzten 8. März und der letzten Monate haben uns den letzten Ruck gegeben und klar gemacht, dass es so nicht weiter geht. Wir können uns nicht auf Organisationen verlassen, die keine Antwort auf autoritäre Gruppen und Antisemitismus haben. Wir brauchen radikalere und emanzipatorische Ansätze, um das Patriarchat zu zerschlagen“, erklärte Feminism Unlimited.
An der „Feminism Unlimited“-Demonstration nahmen nach Zählung einer Freund*in rund 1200 Personen teil.
Danke an diese Person fürs Zählen und für die folgenden Aufnahmen.
[Redenausschnitte]
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12. März 2025: Protest gegen den illegalen Stopp des Familiennachzugs
Am 12. März wurde mit einer Kundgebung am Ballhausplatz dagegen protestiert, dass gerade beim Minister*innenrat von ÖVP, SPÖ und NEOS beschlossen wurde, das Menschenrecht auf Familiennachzug von asylberechtigten Menschen auszusetzen.
[Kommentar von Pero von SOS Balkanroute aus einem Video von SOS Balkanroute]
Erklärung von Pero von SOS Balkanroute auf Facebook: ⇒ https://www.facebook.com/reel/1161835955446519
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Außerdem …
… gab es wie immer auch einiges, für das in dieser WiderstandsChronologie kein Platz mehr war, von dem ich wegen meiner Verletzung nicht berichten konnte, oder was ich einfach nicht mitbekam. Zum Beispiel die wöchentlichen Donnerstagskundgebungen am Platz der Menschenrechte jeden Donnerstag um 18 Uhr am Platz der Menschenrechte oder Mahnwachen der Omas gegen rechts von Montag bis Freitag ab 10 Uhr am Ballhausplatz oder Minoritenplatz. Oder Radeln for Future, das an jedem ersten Freitag eines Monats um 17 Uhr im Sigmund-Freud-Park beginnt, oder die Critical Mass, die sich an jedem dritten Freitag eines Monats um 17:00 am Schwarzenbergplatz trifft.
Die nächste WiderstandsChronologie gibt es am 21. April um 20:30 auf ORANGE 94.0 zu hören.
Bis dahin gibt es laufende Aktualisierungen im Internet auf nochrichten.net bzw. widerstandschronologie.wien
sowie unter dem Namen nochrichten via Bluesky und Mastadon, die Links dorthin gibt es auch auf nochrichten.net bzw. widerstandschronologie.wien
Auf Wiederhören.
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