Widerstand gegen die ostafrikanische Rohölpipeline (EACOP)

08.07.2024

Die Themen im Weltempfänger: Hintergründe rund um die ostafrikanische Rohölpipeline, erzwungenes Verschwinden in Mexiko, Anti-LGBTIQ+ Gesetz in Georgien

Schlagzeilen und Hintergründe rund um die ostafrikanische Rohölpipeline

1400 Kilometer durch Uganda und Tansania soll die ostafrikanische Rohölpipeline EACOP (East African Crude Oil Pipeline) führen. Damit wäre sie die längste beheizte Ölpipeline der Welt. Sie wird beheizt, damit sich das Öl leichter durch die Pipeline pumpen lässt. Umstritten ist die Pipeline, weil sie durch Naturschutzgebiete verlaufen und Communities vertreiben würde. Außerdem würde sie jährlich 36 Millionen Tonnen CO²-Emissionen verursachen.

Hintergrundinfos: www.stopeacop.net

Der südnordfunk bei Radio Dreyeckland hat Schlagzeilen und Hintergründe rund um die ostafrikanische Rohölpipeline zusammengefasst:

Entdeckung des ugandischen Chefs der Regulierungsbehörde für Öl und Gas / Festnahmen in Uganda nach weltweiter Aktion  / Ausschluss Ugandas aus einem Wirtschaftsabkommen – der internationale Druck wächst /  Klage gegen die East African Crude Oil Pipeline

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Die ostafrikanische Rohölpipeline und Chinas Rolle

Das Projekt EACOP bringt auch finanzielle Schwierigkeiten mit sich. Zahlreiche westliche Banken und Versicherer sind bereits abgesprungen – währenddessen ist der Bau in vollem Gange. Die Anteilseigner scheinen zuversichtlich, das Projekt ausfinanzieren zu können. Dafür kommen vor allem chinesische Banken ins Spiel. Doch auch diese lassen auf sich warten. Über die Gründe für die Verzögerung und die Frage, wie China gestoppt werden kann, sprach der südnordfunk mit Zaki Mamdoo von der Kampagne #StopEACOP und Ryan Brightwell von BankTrack.

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Erzwungenes Verschwinden in Mexiko

In Mexiko sind innerhalb des letzten Jahres 11.923 Personen verschwunden. Während der Staat oft tatenlos bleibt, kämpft die Zivilgesellschaft um Gerechtigkeit für ihre Angehörigen. Besonders die Mütter spielen in diesem Kampf eine besondere Rolle. Das Menschenrechtszentrum Fray Bartholomé de las Casas hat am Anfang des Jahres eine Pressekonferenz abgehalten. Damit wollten sie auf die aktuell eskalierende Situation in Chiapas, einem Bundesstaat im Süden von Mexiko, aufmerksam machen. Im Beitrag von Radio Corax ist unter Anderem die Stimme von Patricia Carmen Mendez zu hören, eine Hausfrau und Mutter aus Chiapas. Nach dem Verschwinden Ihres Sohnes Francisco Tormendez schloss sie sich einem Kollektiv an, um mit anderen Betroffenen nach ihren Familienmitgliedern zu suchen.

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Anti-LGBTIQ+ Gesetz in Georgien geplant

Die Georgische Regierung plant ein Gesetz, das LGBTIQ+ „Propaganda“ verbieten soll. Sie hat einen Entwurf vorgelegt, das dem russischen Gesetz gegen LGBTQ-Rechte stark ähnelt. Das bedeutet, dass die Darstellung von Menschen der LGBTIQ+ Comunity komplett verbieten würde, beispielsweise in Büchern, Serien oder im Fernsehen. Bei einer von den Oppositionsparteien boykottierten Abstimmung hat die Partei „georgischer Traum“ den Entwurf mit 78 Stimmen verabschiedet. Um das Gesetz zu beschließen, werden zwei weitere Abstimmungen benötigt, die bis Ende des Jahres stattfinden sollen.

Die VON UNTEN – Redaktion von Radio Helsinki hat mit Temo gesprochen. Er ist in Gorgien geboren und organisiert sich als Menschenrechtsaktivist in Tiflis. Temo erzählt uns wie das Gesetz zustande gekommen ist, was es genau bedeutet und was es mit den kommenden Wahlen im Oktober zu tun hat.

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Sendungsgestaltung: Marina Wetzlmaier

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