Die Unterschrift des Küsters – Umgang mit Legasthenie an Vorarlberger Schulen

m Herbst 2021 veröffentliche das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung ein Rundschreiben, in dem Handlungsanweisungen zum Umgang mit legasthenen Schülern vorgegeben werden. Im Interview... mehr anzeigen

m Herbst 2021 veröffentliche das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung ein Rundschreiben, in dem Handlungsanweisungen zum Umgang mit legasthenen Schülern vorgegeben werden. Im Interview äußert sich Barbara Amann, Leiterin des schulpsychologischen Dienstes zur aktuellen Situation an Vorarlberger Schulen.

In wie weit sind nun aber Lehrer vorbereitet, die Maßnahmen aus dem Rundschreiben 24 umzusetzen? Herrn Theurl, Leiter des Instituts für Ausbildung Primarstufe an der pädagogischen Hochschule Vorarlberg spricht von einer profunden Wissensbasis der Volksschullehrer.

Im Kontrast dazu erlernen Hauptschul- und Gymnasiallehrkräfte nach Auskunft des Institutsleiters Herr Bátkai lediglich die Teilleistungsschwäche zu erkennen.

Weiterbildungen zu Legasthenie werden regelmäßig angeboten, konkurrieren jedoch naturgemäß mit anderen Themen. Im laufenden Semester gibt es beispielsweise 3 Veranstaltungen. Sollten sich jeweils 15 Teilnehmer finden, werden diese auch abgehalten. Grundsätzlich kommen die Themen des Fortbildungsprogramms an der PH Vorarlberg aus dem Bundesministerium und einem Arbeitskreis. Theoretisch können Lehrer auch eigene Themenvorschläge einbringen. Ob eine Lehrperson eine Weiterbildung besuchen kann oder nicht, muss diese jedoch mit dem Schuldirektor abstimmen.

Da in der Mehrzahl der Fälle das Legasthenie-Training nicht komplett in der Schule stattfinden kann, suchen Eltern Hilfe bei externen Legasthenie Trainern. Es passiert nicht selten, dass mehrere Trainer durchlaufen werden, um schließlich zu einer funktionierenden Trainingsbeziehung zu gelangen. Wichtig zu erwähnen ist, dass es keine standardisierte Legasthenietherapie als solche gibt. Es existieren unterschiedliche Methoden und Trainer unterscheiden sich in ihrer Ausbildung. Sie sind entweder in Universitätsstudiengängen oder in spezifischen Kursen dazu befähigt worden. Im Interview hierzu die Obfrau von lega, Johanna Bechter.

Mehr Informationen und Adressen von Trainern findet ihr auf www.lega.at. Zuschüsse zum Privatunterricht können bspw. über www.rettet-das-kind-vbg.at beantragt werden. Die Beratungsstellen des schulpsychologischen Dienstes kann man auf der Seite der Bildungsdirektion Vorarlberg unter www.bildung-vbg.gv.at recherchieren. Um allen betroffenen Kindern eine Schullaufbahn gemäß ihrer Begabung zu ermöglichen, schlicße ich mit den Worten des Mönchs und Schriftstellers Thích Nhất Hạnh: „Kümmere dich um das Problem, als wäre es ein Baby, nämlich mit all deiner Energie und Aufmerksamkeit.“ Das war ein R(h)eingehört von Stefanie Hanisch und Radio Proton.

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